Mein Leben lang schon begleitest du mich. Du mit deiner wunderbaren Vielfältigkeit, mit deinen Ecken und Kanten und deiner Schönheit. Jahre lang habe ich mich zurückgehalten, doch jetzt gestehe ich dir meine Liebe.

Geliebter Fussball

Als ich damals bei meinem Dorfverein zum ersten Mal auf deinem heiligen Grün aufgelaufen bin, war es Liebe auf den ersten Blick. Seither begleitest du mich Tag und Nacht, Wochenende um Wochenende, Jahr für Jahr. Gestartet als kleiner Nachwuchskicker wurde ich zum leidenschaftlicher Trainer und Fussballfan.
Verfolge dich in deiner Gestalt der Deutschen Bundesliga, der Schweizer Superleague oder auch andere Figuren, die du Wochenende für Wochenende annimmst. Du schenkst mir Wundervolle Momente aber auch Tage in denen ich mich gerne in Körnchen Grösse zerkleinern würde und als Dünger beim RB Leipzig verstreuen könnte. Das ist scheisse.

Ich liebe dich trotzdem.

Wenn ich mich im Stadion befinde oder mit meinen Junioren auf dem Platz stehe und du dich in deiner ganzen Pracht entfaltest, fühle ich mich wie auf Wolke sieben. Nein die Wolke sieben ist wohl eine zu tief gesteckte Messlatte. Ich fühle mich als hätte ich im WM-Finale das entscheidende Tor erzielt und jetzt am Spielfeldrand vor dem bebenden, vollen und emotionsgeladenen Fansektor knie während ich dabei meine Arme den Himmel emporstrecke.

Gänsehaut pur.

Trotzdem ist es nicht immer einfach mit dir. Liebe schmerzt manchmal, wobei Schmerz wirklich untertrieben ist. An manchen Tagen würde ich die Welt um mich herum ausblenden und mich Wochenlang in einer Grotte nahe der Karibischen Inseln verkriechen um dort zu weinen, zu flennen und tagelang FIFA zu spielen. Ihr findet ich übertreibe? Schaut euch mal die enttäuschten Gesichter der Kinder an, wenn sie vom Derbygegner gerade eine 10:2 Abreibung kassiert haben. Das ist Schmerz!

Trotz all deiner Makel und Tücken liebe ich dich trotzdem. Du machst meine Wochenenden zu Wochenenden. Du bist das schönste was es gibt.

Fussball, ich liebe dich!
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