Marc Orgeig ist anfangs Juli für ein Jahr nach Neuseeland gereist. Dort absolviert er ein Work&Travel Programm und lässt uns über seine regelmässigen Posts an seinem Erlebnis teilhaben. In seiner ersten Geschichte schreibt er über seine Vorbereitungen sowie die Anreise nach Auckland. 

Alles begann einige Wochen vor dem eigentlichen Abflug. Ich habe das Work und Travel Jahr als Programm bei einer Reiseorganisation gebucht. So habe ich etwas mehr Sicherheit da ich ja quasi am anderen Ende der Welt bin. Die Organisation bat mir viel Hilfe und Vorbereitung an, sei es für das Konto alle Formalitäten oder eine Schritt-für-Schritt Anleitung zur Visum-Beantragung. Gut, wenn ich mal ehrlich bin klang das alles zwar schön und man war auch gut vorbereitet, keine Frage, aber irgendwie nahm es auch etwas den Reiz neues kennen zu lernen und zu erfahren. Ein Hostel für die ersten Tage und die Flüge waren jedoch echt nützlich.

Einige Tage vorher fingen die ersten konkreteren Pläne an. Welchen Koffer oder Rucksack und was nehme ich überhaupt alles mit? Was mache ich nach den ersten Tagen in meiner Unterkunft und was möchte ich alles sehen? Nun schrieb ich meine erste Liste, was ich alles mitnehmen möchte. Jedoch habe ich diese direkt wieder verworfen, weil ich es einfach viel zu viel war und es niemals in meinen Koffer gepasst hätte. Ein zweiter Entwurf sah da schon viel besser aus, aber leider auch dementsprechend wenig. Aber man muss sich nun auch mal auf etwas Neues einlassen. Also packte ich zunächst meinen gekauften Rucksack und musste feststellen, dass selbst meine abgespeckte Liste zu viel für meinen 85 Liter Rucksack war. Also weiter überlegen und dann habe ich mich entschlossen mit einem Koffer zu reisen. Das kam mir jedoch später noch zum Verhängnis.

Bild: Frank Lindecke https://flic.kr/p/eeqKd3

Bild: Frank Lindecke https://flic.kr/p/eeqKd3

Also hatte ich nun einen vollgepackten Koffer mit 27 Kg Gewicht, hatte all meine Unterlagen beisammen und war super vorbereitet und motiviert. Freunde und Familie verabschiedet und bereit zum Reisen. Dann ging es am Montagmittag gegen 15 Uhr auf nach Frankfurt zum Flughafen. Nach etwa 3 Stunden Fahrt kamen wir schliesslich am Frankfurter Flughafen an. Noch 4 Stunden bis zum Abflug, aber glücklicherweise war der Check-In von Emirates bereits geöffnet. Also Koffer aufgegeben und noch ein letztes Mal bei meiner bevorzugten Fastfood-Kette in Deutschland essen gehen.

Jetzt hiess es bye bye Familie, denn etwa anderthalb Stunden vorher begab ich mich Richtung Sicherheitskontrolle und Gate. Alles einwandfrei und schnell durchlaufen, obwohl ich ein falsches Behältnis für meine Flüssigkeiten eingepackt hatte. Plötzlich wurde es jedoch etwas hektisch, weil die ersten Aufrufe für meinen Flieger kamen, jedoch handelte es sich hierbei nur um die First & Business Class. Also noch einmal kurz hinsetzen und durchatmen bevor es dann ins Abenteuer ging.

Bild: Aero Icarus (https://flic.kr/p/a3R3hM)

Bild: Aero Icarus (https://flic.kr/p/a3R3hM)

Ich fliege mit dem Airbus A380, dem grössten Passagierjet den es zurzeit auf dem Markt gibt, erst nach Dubai und von dort, nach 3.5h Aufenthalt, weiter mit der Boeing 777 nach Auckland. Um 10:30 Uhr landeten wir pünktlich in Auckland und wir waren erstmal überwältigt. Die Sicht, trotz Regen, hat den 16h Flug ohne Schlaf von Dubai dann doch etwas entschädigt und man war froh endlich da zu sein.  Das mag zwar komisch klingen, aber das grüne Gras hier im Zusammenspiel mit dem Meer war echt beeindruckend.

Es sah im ersten Moment etwas wie Irland aus, zumindest stelle ich mir Irland genauso vor. Das erste was einem auffällt, sind die Tafeln die einem sagen, dass jegliche Lebensmittel verboten seien. Man ging weiter und plötzlich kamen riesen Mülleimer mit einer letzten Warnung. Nach allen Kontrollen vom Reisepass, Zoll und ähnlichem dachte man eigentlich, dass es jetzt rausginge. Doch dann kam man in eine Art Quarantäne-Check. Zunächst wurde einem einige Fragen von einem Beamten gestellt, dann wurde das gesamte Gepäck durchleuchtet, ob sich dort Essensreste oder andere Dinge aus der Natur (wie beispielsweise Dreck oder Holz) befinden. Dies hatte ich nicht und somit durfte ich passieren. Nun ging es endlich aus dem Flughafen raus und das erste Mal frische Kiwi Luft atmen.

Fortsetzung folgt…

 

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